Ernährung

Wichtiges zur Ernährung

In ihrem natürlichen Lebensraum fressen Degus Rohstoffe wie Heu, Blätter, Zweige, Getreide, Gemüse, Wurzeln und Sämereien. In der Haustierhaltung wird diese Vielfalt jedoch oft zu wenig angeboten. In Tierhandlungen sind zwar verschiedene Futtermischungen für Degus erhältlich, diese decken aber meist nur einen Teil des täglichen Bedarfs ab und sind häufig nicht optimal zusammengesetzt.

Ich sehe immer wieder Mischungen im Handel, die als Deguhauptfutter gekennzeichnet sind, jedoch nicht wirklich geeignet sind.

Hochwertiges Degufutter ist in der Regel etwas teurer als herkömmliche Produkte aus der Zoohandlung. Aus diesem Grund stellen viele Deguhalter ihr Futter selbst zusammen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Mischungen aus Zoohandlungen durchaus ergänzend verfüttert werden können, sie sollten jedoch nicht als alleiniges Hauptfutter dienen.

Foto von Make A.
Foto von Make A.

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, ob in Deutschland oder  in der Schweiz, die gutes Degugutter anbieten. Ich kaufe das meiste eigentlich bei www. Fellnasen-shop.ch. Besonders die Löwenzahnwurzeln und die Blütenmischungen lieben meine Degus. 

Was tun, wenn die Degus das Heu nicht fressen

Manchmal ist es einfach nicht das richtige Heu. Meine fressen zum Beispiel am liebsten das Juraheu von Eric Schweizer AG. Manchmal haben sie aber auch Tage, da schauen sie es nicht einmal an oder liegen darauf. Um Degus wieder an das Heu fressen zu gewöhnen, rate ich jeweils, alle anderen Nahrungsmittel zu reduzieren. Ist bei mir nicht anders… ich zeihe auch lieber ein Stück Schwarzwäldertorte einer Karotte vor. Heu, Blätter, Gräser etc. sind wichtig für die Degus. Sie sind nicht nur Gesund und versorgen sie mit Mineralien und Vitaminen, dies sorgen auch dafür, dass die Zähne abgerieben werden. 

Foto von Bumpaa P.
Foto von Bumpaa P.

Ich gönne meinen Degus gerne mal eine Spanische Nuss, Sonnenblumenkerne,  Samen oder auch getrocknete Mehlwürmer. Dies aber in Massen oder um das Gewicht wieder etwas zu erhöhen.

Gönnt euren Degus auch mal etwas selbstgepflücktes von Wiesen oder euren Gärten. Im Sommer sammle ich viel Löwenzahn, Gräser, diverse Blätter und trockne es für den Winter. So habt ihr einen eigenen kleinen vorab oder ihr könnt sie ihnen auch frisch geben. 

Was dürfen die Degus fressen

Frische Äste und Rinde auch getrocknet

Geeignet ist Haselnuss, Apfel, Buche, Birne, Birke, Kirsche, Linde, Pappel, Erle, Esche, Pflaume, Ulme, Quitte und Weide. 

Ungeeignet sind Harzhaltige Bäume( Nadelhölzer)  und Exotische Pflanzen. 

Frisches Futter wie Blätter, Kräuter, Blüten und Gras

Apfel-,Birnen-, Haselnuss-, Birken-,Linden-Pappel-,Weiden-,Walnuss-, Himbeer-,Brombeer-,Erdbeer- und Johannisbläter wie auch Blüten könnt ihr euren Degus jederzeit zur Verfügung stellen. Bitte achtet aber das diese nicht gespritzt wurden. Petersilie, Dill, Basilikum, Brennnessel, Weizen, Mais, Klee, Löwenzahnblätter wie auch Blüten, Gänseblümchen, Kamille und dessen Blüten mögen die Degus ebenfalls.

Sämereien

Sämereien sollten des Tagesbedarf von etwa 5 % nicht überschreiten. Da sie sehr fetthaltig sind sollte darauf geachtet werden das sie nicht zu viel davon bekommen. Für trächtige Weibchen zum Beispiel, kann da aber eine Ausnahme gemacht werden wie auch für jene Degus die im Aussenbereich leben um sich etwas Winterspeck anzufressen. Tipp, die Degus sind sehr scharf auf die Samen. Daher verteilt sie etwas im Käfig. So gibt es keine streit beim Futternapf und der Such-Instinkt wird wieder aktiviert.

Unterschieden wird in ölhaltige und mehlhaltige Sämereien.

Zu den Ölhaltigen gehören unter anderem:

Leinsaat, Hanfsaat, Selleriesamen, Hagebuttekerne usw.

Mehlhaltig:

Hirse, Teff, Grassamen, Buchweizen usw.

 

Foto von Make A.
Foto von Make A.

Trockengemüse

Es kann nicht nur lange gelagert werden sondern hat im getrockneten Zustand noch  viele Mineralstoffe und Vitamine. Ich trockne das Gemüse selber mit einem Dörrgerät. Einmal in der Woche kriegen sie dan etwas getrocknete Karotten, Rote Beete, Sellerie, Tomaten, Lauch, Gurke, Zucchini. Am liebsten mögen sie natürlich die Karotten und Gurken.

Heu

Heu sollte immer angeboten werden und beim Kauf auch nicht gespart werden.

Ich bezog lange Zeit eher ein billiges Heu und tauschte dies dan gegen ein Juraheu ein. Das hochwertigere Heu sieht von der Farbe her schon frischer aus und es staubt kaum.

Gutes Heu: Leicht grünlich und hat ein aromatischer Geruch.

Ungeeignetes Heu: Alt, staubig, muffig gelblich/ gräulich

Foto von Gaby S.
Foto von Gaby S.

Kräuter, Blüten, Blätter und Wurzeln

2/3 des Tagesbedarfs darf gerne aus getrockneten Kräuter, Blüten, Blätter rund Wurzeln bestehen. 

Geeignete Blätter:

Birken-, Haselnuss-, Brombeer-, Himbeer-, Linden-, Erdbeer-, Weiden und Apfelblätter

Dies kann alles in eurer Futtermischung erhalten.

Geeignete Blüten:

Ringelblumenblüten, Rosenblüten, Gänseblümchen, Erdbeerblüten, Sonnenblumenblüten, Löwenzahnblüten, Kamillenblüten, Lavendelblüten, Rotkleeblüten, und Hibiskusblüten

Geeignete Kräuter:

Petersielienstile, Löwenzahnkraut, Sonnenhut, Brennnessel, Melisse, Zinnkraut, Klee und Sonnenblumen.  Wie auch bei den Blüten und Blätter gibt es hier weiteres was ihr euren Tieren anbieten könnt. Doch ich  spreche am liebsten durch eigene Erfahrungen und hinter den Produkten, die meine Tiere von mir bekommen.

Geeignete Wuzeln

Aktuell kenne ich nur Löwenzahn- und Brennesselwurzeln.