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Unsere Senioren

Meist wird eher über die jungen Banden geschrieben und dessen Interessen, Verhalten und ihre Macken ausdiskutiert. Man liest viel über die kleinen Flegel und dessen aktiven, tollpatschigen manchmal streitlustigen Verhalten. Aber was ist mit unseren Senioren? Langsamer, schläfriger, ruhiger und uninteressanter? Niemals! Auch über sie gibt es viel zu erzählen und zu wissen.

Foto von Fabian L.
Foto von Fabian L.

Die Lebenserwartung unserer Degus, liegt zwischen 4- 8 Jahre. Mir wurden auch schon 10 jährige Degus gemeldet. Man kann nicht behaupten das ein Degu ab dem vierten Lebensjahr alt sei, dies kommt immer wieder auf den Charakter und dessen Eigenschaften an. Bei einigen Tieren ist der Alterungsprozess früh, bei anderen eher spät.

 

Es gibt folgende Anzeichen: 

 

  • Ohren werden heller und bekommen Flecken
  • Ohren werden runzelig gar faltig
  • Fell wird etwas grauer und schütterer
  • Fell können sich kahle Stellen bilden
  • Sie werden tollpatischig 
  • Sie stehen nicht mehr auf den Hinterfüssen Sondern auf dem Po beim fressen

Die Haare am Schwanz wie auch das andere Fell können ausfallen aber auch wieder nachwachen. Falls dies nicht so ist, keine Sorge, euer Degu hat schliesslich in all den Jahren genug Haare herum getragen. Die Augen können trüber werden und wie bei uns Menschen kann das Gehör nachlassen. Jedoch müssen wir ihnen keine Hörhilfe bieten, sie nehmen unsere Stimme und die Geräusche der Umgebung immer noch sehr gut wahr.  Auch das Gewicht lässt leider nach. Sie werden etwas knochiger. Es gibt Degus, die sehen noch mit 7- 8 Jahren aus wie in der Blüte ihres Lebens, werden aber ruhiger, schlafen mehr und zeigen nur bei manchen Bewegungen, dass sie keine Jungtiere mehr sind.

Foto von Susyi S.
Foto von Susyi S.
Foto von Gaby S.
Foto von Gaby S.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, es unseren Senioren möglichst bequem zu machen. Volletagen, Treppen statt Äste, Etagen mit schlaf Möglichkeiten, besseres Futter etc. Wichtig ist auch, dass ihr die Etagen nicht mehr zu weit voneinander entfernt, falls einmal einer das Gleichgewicht verliert,  er nicht zu weit fällt. Oder gar ein Geländer montieren, dies hat auch noch nie geschadet. Älteren Tieren fällt es schwerer, ihre benötigten Kalorieren über das Futter aufzunehmen, da sie weniger fressen und auch mal beim fressen einschlafen können. Und vergesst die schmerzenden Pfötchen nicht, es ist schliesslich schwer, soviel herum zulaufen und dann jeweils noch ein Kernchen im Pfötchen zuhalten. Hier können wir gegensteuern. Mit gemahlenen Nüssen, Haferflocken und kleine Breien lässt sich’s schon viel besser essen. So bleibt das Gewicht stabil.

 

 

 

Bei starken Schmerzen, kann mit Absprache des Tierarztes ein Schmerzmittel verabreichen werden um die Lebensqualität zu verbessern. Wir können einiges tun für sie. Wenn wir ihnen die Aufmerksamkeit schenken die sie verdient haben, bemerken wir auch die Dankbarkeit die sie ausstrahlen. Ihr werdet sehen, wie lebensfroh sie sind, wie sehr sie ihren neuen Rentner gerechten Käfig nutzten und wieviel Freude herrscht, wenn das Laufrad mal etwas geölt wird. Trotz Alter haben sie immer noch Charme und einen starken Charakter.

Sie werden euch dankbar sein!

Foto von Gaby S.
Foto von Gaby S.